ZEICHNUNGEN

 

LIVE-ZEICHNUNGEN

Live-Zeichnungen entstehen schnell, ferngesteuert und in großen Serien, die Hand schneller als der Kopf, unmittelbar aus dem Unbewussten gelenkt. Sie können in unterschiedlichen Kontexten entstehen, als PROTOKOLLE, als ZEICHNEN-KLAVIER-PERFORMANCES, als RAUMZEICHNUNGEN. Sie entstehen immer live, ungeschützt und bleiben angreifbar. Dabei können sie unterschiedliche Formen annehmen, klein- oder großformatig (30 cm bis 2 m) sein oder organisch ausgeschnitten ganze Räume oder Wände füllen. 

 

PROTOKOLLE

Protokolle entstehen, indem ich eine Veranstaltung (z.B. ein Meeting, eine Hochzeit oder ein Familientreffen) begleite und währenddessen ununterbrochen zeichne, ohne bewusst gestalterisch einzugreifen.  Die Zeichnung entsteht „automatisch“, d.h. ohne gezielte formale oder inhaltliche Komposition, gesprochene Wortfetzen dürfen dabei genauso auftauchen wie während des Geschehens aus dem Unbewussten auftauchende Bilder, deren Sinn sich erst im Nachhinein offenbart.

 

SPRICH MIT MIR. TRIALOG OHNE WORTE (ZEICHNEN-KLAVIER-PERFORMANCE)

Bei der Live-Zeichnen-Klavier-Performance mit Thomas Rohde SPRICH MIT MIR. TRIALOG OHNE WORTE setzten wir (Pianist und Live-Zeichnerin) mit unseren jeweiligen Kunstformen die von den Besucher*innen ausgesendeten Schwingungen unmittelbar in Zeichnung und Musik um und gaben sie so zurück. Es entstand ein Resonanzraum der gegenseitigen Fragen und Antworten, ein Verfließen von Grenzen des Individuellen, ein kreisender TRIALOG OHNE WORTE, der immer auch ein Spannungsraum blieb.

 

Diese Live-Zeichen-Klavier-Performance wurde bereits zweimal aufgeführt und ist als Serie gedacht. Sie kann, ebenso wie die Protokolle für Veranstaltungen gebucht werden. 

 
RAUMZEICHNUNGEN

Zurzeit arbeite ich an einer Raumzeichnung mit dem Titel WESEN, in der an durchsichtigen Fäden sich drehende Tier-Pflanz-Mensch-ähnliche Hybride einen Raum bevölkern und den Besucher*innen zu fluiden und beweglichen Gegenübern oder auch Spiegelbildern werden. Die Zeichnungen entstehen im Offenen Atelier, Wohnzimmern und öffentlichen Räumen und sind inspiriert von den dort befindlichen „Wesen“ (Pflanzen, Menschen, Tieren und andere).

Auch hier stehen Kommunikation und die Frage nach Einheit im Vordergrund. Sind wir ein in Einzelteile fragmentiertes Ganzes? Kann ich mir selbst genügen? Ist das Wesentliche im Kern verborgen? Oder steckt es in den Verbindungen? Was ist eigentlich ein Wesen?

 

Das Entstehen der Arbeiten wird auf Facebook dokumentiert. Die Installation wird im März 2020 in der Galerie.2 in Bad Honnef zu sehen sein.